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Seuzach behauptet sich im ersten Derby

Anthony Vaccaro

Der FC Oberwinterthur hat sich gegenüber dem Cup-Aus gegen Neftenbach gesteigert, verlor aber das Zweitliga- Derby in Seuzach 0:2 und Anthony Vaccaro mit einem Schlüsselbeinbruch. Der F.C.Oberwinterthur wünscht Dir Anthony eine schnelle und gute Genesung.

Seuzach hatte kurzfristig zwei Kadermutationen zu vermelden: Michael Acar entschied sich zu einem Wechsel zu Bülach und Omar Venica zu einer «schöpferischen Pause». Und beim FCO verabschiedete sich Sadri Sengör zum FC Winterthur U21. Die Oberwinterthurer traten mit einer wesentlich unerfahreneren und weniger eingespielten Truppe als Seuzach an. «Vom Resultat her bin ich natürlich nicht zufrieden», sagte Trainer René Weidmann, meinte aber: «Ich bin froh, dass es eine klare Steigerung gegenüber dem 0:4 im Cup gegen Neftenbach gab - auch was die Moral und Bereitschaft der Spieler betraf.» Richtig war die Feststellung von Seuzachs Markus Wanner: «Ich habe nicht viele zwingende Chancen des Gegners gesehen.» Und ergänzte, dass «auch wir uns nicht so viele klare Möglichkeiten erarbeiten konnten, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte».
Der zweite Eckball brachte das 1:0, Philipp Stucki reagierte am schnellsten. Bei einem Konter wurde Oberis Anthony Vaccaro von David Vollenweider im Strafaum attackiert. Für viele der Zuschauer war es ein klarer Penalty, nicht für den Schiedsrichter. Vaccaro musste mit einem Schlüsselbeinbruch ins Spital. Nach der Pause wurde Philip Petronijevic von Torhüter Werner Popp umgerannt. Diesmal erfolgte der Penaltypfiff sofort. Petronijevic versuchte es selber und scheiterte an Popp, der wegen zwei Nasenbeinbrüchen mit einer Gesichtsmaske spielte. Oberwinterthur baute konditionell nach einer Stunde ab, hatte aber dennoch Möglichkeiten. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor Schluss. Der kurzfristig aufgebotene Peter Thurnheer, ansonsten in der zweiten Mannschaft, setzte sich durch und erzielte das 2:0. «Wir waren in vielen Aktionen zu wenig zwingend», fand Wanner. Dieser war insgesamt aber zufrieden. Weidmann zeigte sich trotz der Niederlage zuversichtlich: «Unsere Saisonvorbereitung war keinesfalls optimal. Wir hoffen, dass wir unsere Defizite in zwei, drei Wochen egalisiert haben.»
Seuzach: Popp; Vollenweider, Wismer, Stucki, Wieser; Uhlmann; Gähwiler, Christian Widmer; Egli (51. Lauber), Patrick Widmer (85. Thurnheer); Fischer.
Oberwinterthur: Götschi; Scherrer (74. Häussler), Rollo, Häfeli (66. Carl), Roberto; Sacipi, Rakic, Sutilovic, Vaccaro (40. De Carvalho Teixeira); Saiti, Petronijevic

Autor: Ueli Flach