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Oberi muss weiter auf einen Erfolg warten

Fabio Cecchini

Zum siebten Mal in Folge hat der FC Oberwinterthur in der 2. Liga verloren - diesmal 2:5 im Heimspiel gegen Uster.

Oberwinterthurs letzter Punktgewinn datiert vom 25. Oktober, dem 2:1-Heimsieg über Stäfa. Zur Winterpause trennte man sich von René Weidmann, dem siebten Trainer innerhalb der letzten acht Jahre auf der Hegmatten. Vergeblich warteten nun Roger Etter und Markus Ess in ihrem dritten Heimspiel seit der Übernahme des Teams auf das erste Erfolgserlebnis. Trotz der bedrohlichen Lage verlor Oberi gegen Uster 2:5 (1:2).Die Mannschaft betreibe einen Riesenaufwand und erhalte dafür keinen Lohn, meinte Ess. «In der Wirtschaft würde man analysieren, dass wir momentan nur Ausschuss produzieren und den Betrieb eigentlich schliessen müssten.» Er attestiert seiner Mannschaft «spielerische Qualitäten, um im vorderen Drittel der Tabelle mitmischen zu können». Mit der Umsetzung des vorhandenen Potenzials tue man sich aber sehr schwer. Er sprach von der schwachen Chancenauswertung und auch von eigenem Unvermögen.Gegen Uster landete Vincenzo Giria- nos Schuss nach knapp zwei Minuten nur am Innenpfosten. Durch Michael Acar ging Oberi dennoch in Führung (9.). Doch Uster schaffte schnell den Ausgleich. Das Wettkampfglück fehlt weiterhin: Obwohl die Oberwinterthurer aktiver waren und dem 2:1 näher standen, hiess es nach 36 Minuten 1:2, wegen eines Eigentors. «Auf billigste Art und Weise kommen die Gegner zu Toren», ärgerte sich Ess. Wenig später scheiterte Fidaim Saiti mit einem schwach geschossenen Penalty am Keeper. Kaum standen die Spieler nach der Pause wieder auf dem Feld, hiess es bereits 1:3. Nach dem 1:4 (52.) schaffte Fabian Cecchini das 2:4 (61.). In der 84. Minute fiel das 2:5.Roger Etter kritisierte: «Es genügt nicht, wenn von elf Spielern nur sieben wirklichen Kampfwillen dokumentieren.» Ess fand, dass «wir unsere Lage mit allen Konsequenzen überdenken müssen. Es reicht nicht, wenn wir nur Häuptlinge und keine Indianer auf dem Platz haben.» Für ihn ist auch klar, dass «wir mit dem Erfolgsdruck nicht umgehen können». Man müsse die Spielart ändern. «Wir müssen primär mal ein Gegentor vermeiden. Vorne machen wir früher oder später einen Treffer.» Man müsse effizienter werden, sagt Etter. Da sei einzelne Kreativität der Spieler auch nicht mehr gefragt. «Der Countdown läuft. Wir brauchen schnellstmöglich jenes Erfolgserlebnis, das bei uns vielleicht die mentale Blockade löst.»Oberwinterthur: Padula; Rollo (81. Roberto), Scherrer, Sutilovic, Zimmermann; Petronijevic, Tanner, Acar, Cecchini; Saiti (76. Vaccaro), Giriano

Nächstes Spiel
So 09.05.2010
16:00 FC Gossau 1 - FC Oberwinterthur 1

Autor: Ueli Flach