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Penalty entscheidet Duell in Abstiegszone

Daniel Sutilovic Nr. 20

Zusammenschluss am Tabellenende der 2. Liga: Der FC Oberwinterthur holt sich nach fünf Niederlagen in der Rückrunde mit dem 1:0 im Heimspiel gegen Effretikon den siebenten Punkt und den zweiten Sieg hintereinander. Auszug Landbote

Oberwinterthur spekulierte in diesem wichtigen Duell im Abstiegskampf auf einen Überraschungscoup und begann druckvoll. Eine Taktik, die fast aufging. Nach sieben Minuten war Oberwinterthurs Führung eine Formsache, aber Fabian Cecchini vergab drei Meter vor dem verlassenen Tor. 20 Minuten dauerte es, bis sich die Gäste an die Verhältnisse auf dem Kunstrasen angepasst hatten. Das Geschehen pendelte sich ein. Gefährliche Torszenen wurden Mangelware; man wollte Fehler vermeiden. «Obwohl wir eine spielstarke, offensiv orientierte Mannschaft sind, spielten wir nach dem druckvollen Start bewusst defensiv», sagte Oberis Trainer Roger Etter. Man habe die Lehren aus den ersten fünf Rückrundenspielen gezogen, die alle verloren gingen. «Primär galt es, einen Gegentreffer zu vermeiden.» So war Geduld angesagt. Dass Oberwinterthur zum zweiten Mal gegen einen Mitabstiegskandidaten keinen Gegentreffer kassieren musste, ist Beweis dafür, dass man wohl im richtigen Augenblick die taktischen Massnahmen gefunden hat.
Die entscheidende Szene ereignete sich in der 62. Minute: Gegen Cecchini intervenierte Effretikons Keeper Kamm. Cecchini fiel, Kamm reklamierte, «klar nur den Ball» gespielt zu haben. Doch es gab Foulpenalty. Daniel Sutilovic verwandelte ihn. Von da an zog sich Oberwinterhur noch mehr in die eigene Hälfte zurück. Effretikon rannte vehement an. Es kam zu zwei, drei heissen Szenen vor dem Oberwinterthurer Tor. In der 80. Minute hatte Effretikon nach einem Foulfreistoss einen Pfostenschuss zu vermelden. Eine Minute später schied Adrian Lemm verletzt aus. Weil das Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft war, spielte Effretikon mit einem Mann weniger. In der 86. Minute prallte der Freistoss von Oberis Filip Petronijevic ebenfalls an den Pfosten. «Wir haben verdient gewonnen, denn wir standen solid», fand Etter. «Sicher ist es auch etwas glücklich, wenn man das Spiel mit einem Foulpenalty entscheiden kann. Ich bin stolz auf meine Truppe, denn wir haben etwas Wichtiges erreicht und zum zweiten Mal ein Spiel gegen einen Mitabstiegskandidaten gewonnen.»
Effretikons Trainer Fabrizio D’Agostino sprach von einem bitteren Moment. Wenn man einen kapitalen Match wegen dieses Penaltys ungerecht verliere, «ist das hart für die Mannschaft». Oberwinterthur gab den letzten Platz an Russikon ab und ist jetzt einen Punktgleich hinter dem FC Effretikon, der auf dem viertletzten Rang liegt, zurück.
Oberwinterthur: Padula; Roberto, Daniel Scherrer, Rollo, Zimmermann; Tanner, Sutilovic, Acar, (36. Saiti), Petronijevic, Menderes Sacipi (85. Rene Scherrer), Cecchini (89. Antonucci).
Effretikon: Kamm; Prizzi, Lerchmüller, Wyss, Eichenberger (73., Dauti); Lemm, Ebersold (59. Auak), Geissberger, Kuhn; Christoph Panzer, Flavio Panzer (62. Reinhard).

Autor: Ueli Flach