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Oberi nützt Spielzeit nahezu zu 100 Prozent aus für seine Tore.

Nach 30 sek. das 1 zu 0 beim 3 zu 3 piff die Spielleiterin das Spiel nicht einmal mehr an.

Dramatisch endete das Duell zwischen den Abstiegskandidaten Stäfa und Oberwinterthur. Die Nachspielzeit verlief äusserst hektisch. Aus einem fragwürdigen Freistoss entstand ein Eckball für Stäfa, der in der 94. Minute das 3:2 zur Folge hatte. Das Spiel schien bereits gelaufen. Oberwinterthur holte sich den Ball zum Wideranspiel und beschleunigte die Ausführung. Alle Gäste rannten in die Offensive. Auch hier kam es zum Eckball. Selbst Torhüter Pietro Padula war im gegnerischen Strafraum anzutreffen. Die Hereingabe kam zu Daniel Scherrer, der einfach auf den Ball drosch. Noch leicht abgefälscht, flog das Leder über die Linie zum späten 3:3.

«Anhand des Spielverlaufs und der zweiten Hälfte hätten wir eigentlich gewinnen müssen», fand Oberis Roger Etter. «Wenn man aber in der 94. Minute in Rückstand gerät und dann noch den Ausgleich schafft, sollte man mit dem Remis zufrieden sein.» Weiterhin liegt Oberi einen Punkt vor Stäfa ausserhalb des Abstiegsbereichs.

Die Oberwinterthurer hatten druckvoll begonnen. Das Führungstor gelang Fabian Checcini nach nur 30 Sekunden. Doch dann riss der Spielfluss. Stäfa übernahm immer mehr das Diktat. Padula hielt seine Farben vorerst noch schadlos. Doch das 1:1 in der 19. Minute war absehbar, und die Platzherren schafften in der 28. Minute gar die Führung. Oberwinterthur reagierte und glich durch Brian Tanner in der 33. Minute aus. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste stärker auf und zeigten die Reaktion auf eine diskrete erste Hälfte. Viele Chancen nutze Oberwinterthur nicht und verpasste das 3:2. Stäfa seinerseits hatte einen Lattenschuss zu verzeichnen.

Oberwinterthur: Padula; Menderes Sacipi, Daniel Scherrer, Rakic, Roberto; Petronijevic, Mango (52. Antonucci), Sutilovic, Rollo, Tanner; Cecchini.

Man of the Match Piedro Padula

Nächstes Spiel
Derby time gegen die Remis Könige von Phö nix auf den Hegmatten
Sa 19.06.2010
17:00
FC Oberwinterthur - FC Phönix Seen 1

Das meint Stäfa
Freud und Leid so nahe beieinander

Stäfa verschlief den Start komplett und lag schon nach einer Minute mit 0:1 im Rückstand. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Abwehr profitierte Cecchini und traf zur frühen Führung. 10 Minuten später zog Rastoder alleine auf Torhüter Padula los, welcher sich nur noch mit einem Foul an der Strafraumgrenze weiterhelfen konnte. Der Freistoss landete allerdings in der Mauer. In der 19. Minute ein Zuspiel auf Di Martino, welcher kaltblütig zum 1:1 Ausgleich traf. Nach einer knappen halben Stunde ein Eckball für die Schwarzweissen, Karalic verwertete den Rückpass mit einem schönen Schlenzer in die hohe Ecke zur Heimführung. Nur einige Minuten später lag der Ball dann allerdings schon wieder im Netz der Frohberg Elf, Tanner schoss den Ausgleich. Nach 90 Minuten lief Jonuzi zum Freistoss an, aus grosser Distanz traf er mittels Kopf eines Gegenspielers die Latte. Der darauf folgende Eckball führte zu einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Gäste, davon profitierte Jonuzi und traf zum viel umjubelten 3:2. Leider konnten die Stäfner diese Führung nicht über die Zeit retten. Auch die Winterthurer durften noch einen Eckball treten. Die gesamte Stäfner Mannschaft versammelte sich im Fünfer und vergass den von hinten anstürmenden Scherrer, welcher mit einem abgefälschten Schuss den Ausgleich in der letzten Sekunde erzielen konnte.


Autor: Ueli Flach