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Gabor zieht Bilanz

Positive Entwicklung

Aufsteiger Oberwinterthur startete dank eines 1:1 in Beringen erfolgreich in das Abenteuer interregionale 2. Liga. Im ersten Heimspiel gegen Absteiger SV Schaffhausen landete die Mannschaft von Spielertrainer Gabor Gerstenmaier auch gleich den ersten Saisonsieg (1:0). Dann folgten drei Niederlagen, aus denen Gerstenmaier die Erkenntnis zog, dass «uns die Konstanz etwas fehlt, um über 90 Minuten voll konzentriert und vor allem fehlerfrei zu spielen». Diesen Schwankungen war Oberwinterthur auch in den weiteren Partien unterworfen. Beispielsweise folgte nach dem 2:0-Sieg über den Tabellenführer Rapperswil-Jona gleich die Niederlage beim bislang sieglosen Aufsteiger Uster. Doch insgesamt erfolgte der Entwicklungsprozess von Spiel zu Spiel – wenn auch immer wieder mit leichten Rückschlägen – auf positive Art und Weise.
«Eigentlich kann ich eine sehr positive Bilanz der Vorrunde ziehen», findet Gerstenmaier. «Zuerst habe ich zwar mit mehr Punkten gerechnet», gesteht er. Doch dann habe er sich daran erinnern müssen, dass «wir ja in einer neuen und höheren Klasse spielen». Es gebe «schon einen klaren Unterschied zur 2. Liga. Die Zweikämpfe sind intensiver und das Tempo ist wesentlich höher». Hinzu komme als grosser Unterschied auch die Tatsache, dass «einige Mannschaften über wirklich gefährliche Stürmer verfügen». In der ersten Saisonhälfte habe sich bestätigt, dass «eine Mannschaft, will sie in dieser Spielklasse bestehen, von Match zu Match an ihre Leistungsgrenze gehen muss». 13 Spiele hätten Gerstenmaier gezeigt, dass «in unserer Gruppe praktisch jede Mannschaft jede schlagen kann». Gerstenmaier findet die momentane Tabellenkonstellation überaus brisant und erwartet eine «heisse» zweite Saisonhälfte.
Sein Team wird bis Ende November durchtrainieren und dann wie die anderen auch langsam «zurückfahren». Ab 10. Januar will Gerstenmaier seine Truppe wieder zusammenziehen. Offen ist noch, ob auch in dieser Winterpause ein Trainingslager organisiert wird. Gerstenmaier möchte seine Formation auf die Rückrunde hin mit zwei Spielern verstärken, zumal Marcel Bartholdi wegen Hüftproblemen in der Winterpause wohl die Schuhe an den Nagel hängt.

Autor: Roger Auer