24 Stunden vor dem kapitalen «Heimspiel» auf dem Deutweg wirkte Oberwinterthurs Spielertrainer Gabor Gerstenmaier etwas zuversichtlicher als noch am Sonntag unmittelbar nach der 0:1-Niederlage bei der SV Schaffhausen. Er konnte vor dem Match gegen den Tabellennachbarn Beringen, der am Samstag beim Rückrundenstart in der Interregionalen 2. Liga Balzers auswärts 4:1 geschlagen hatte, leichte Entwarnung geben.«Die Knieverletzung von Miodrag Petkovic war glücklicherweise nicht so gravierend, wie zuerst angenommen werden musste», sagte Gerstenmaier. Zudem konnte Oberis Spielertrainer, vom Schaffhausen-Spiel mit Aussenband-Verletzung angeschlagen, am Dienstag «zumindest während einer halben Stunde mittrainieren». Beringen und Oberwinterthur hatten sich in der Vorrunde die Punkte geteilt. Beim 1:1 im Klettgau trauerte das Aufstiegsteam aus Winterthur verpassten Möglichkeiten nach und wollte jetzt im zweiten Aufeinandertreffen das Punktemaximum einholen. Eine Vorgabe, die der FC Oberwinterthur zur Freude von Gerstenmaier gestern Mittwoch mit Bravour löste. Allerdings brauchte es etwas Zeit, bis die Oberwinterthurer ihren Rhythums fanden. Wie erwartet, entwickelte sich dann «eine kampfbetonte Partie gegen einen hartnäckigen Gegner», wie Gerstenmaier bestätigte. Klare Tormöglichkeiten gab es auf beiden Seiten nur wenig. Denis Radoncic brachte Oberwinterthur in der 27. Minute in Führung, welche unmittelbar nach der Pause durch Michael Huber egalisiert wurde. Dann konnte der Oberwinterthurer Routinier Vicenzo Russo zu einem Strafstoss antreten. Er verwandelte diesen sicher, doch liess der Schiedsrichter den Elfmeter wiederholen. Im zweiten Anlauf setzte der Abwehrspieler den Ball an den Pfosten. «Trotz dieses Missgeschicks bewies meine Mannschaft grosse Moral», betonte Gerstenmaier nach Spielschluss hoch zufrieden. Nachdem Beringens Ademi durch zweite Verwarnung des Feldes verwiesen worden war (75. Minute), wurde Oberwinterhur ein Handspenalty zugesprochen, den Charly Zimmermann sicher zum 2:1-Endstand zu verwerten vermochte. «Ein wichtiger, vielleicht aber auch etwas glücklicher Sieg», meinte Gerstenmaier. Beringens Urs Kögel fand, dass ein erneutes Unentschieden «ein gerechteres Resultat gewesen wäre». Durch den Sieg überholten die Oberwinterthurer Beringen in der Tabelle und liegen nun auf dem 8. Platz. Oberwinterthur: Adnan Radoncic; Zimmermann, Bartholdi, Vogt, Russo; Mendes, Gerstenmaier, Petkovic, Dauti (46. Chiuso), Aloe (77. Brogle), Denis Radoncic (72. Kasami).
|