Gedanken über die Besetzung des Trainerstabs beim FC St. Gallen hatte sich Sportchef René Weiler schon seit längerer Zeit gemacht. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen der ersten Mannschaft und dem U21-Team entsprach nicht seinen Vorstellungen. Er entwickelte Ideen, erstellte ein Konzept, dem der Verwaltungsrat inzwischen zugestimmt hat und das nun eine grosse Rochade im Trainerteam des Ostschweizer Vereins zur Folge hat. Mit Giorgio Contini erhält Ralf Loose einen neuen Assistenztrainer. Parallel dazu übernimmt der ehemalige Meisterspieler des FC St. Gallen zusammen mit Christian Maier, der bis anhin das U18-Team betreut hat, die Führung der U21-Mannschaft.
Damit ist Giorgio Contini sozusagen die Schnittstelle zwischen dem Team von Loose und dem Nachwuchs. Er wisse, sagt Contini, was es brauche, um in der ersten Mannschaft spielen zu können. Und so wird es unter anderem zu seinen Aufgaben gehören, Loose so schnell wie möglich mitzuteilen, wenn ein Nachwuchsspieler für höhere Aufgaben bereit sein sollte.
«Er geht dort zur Schule» Doch vom ehemaligen Stürmer, der zuletzt als Spielertrainer beim interregionalen Zweitligaklub Oberwinterthur und hauptberuflich bei einer Softwarefirma im Verkauf tätig war, werden noch andere Dinge erwartet. Die Führung des FC St. Gallen erhofft sich zum Beispiel von Contini, dass seine begeisternde Art, sein sonniges Gemüt positive Auswirkungen auf die erste Mannschaft haben. Das soll aber nicht heissen, dass Contini im Trainerstab von Loose eine tragende Rolle übernehmen wird. «Er geht dort zur Schule», sagt Weiler, der auch darauf hinweist, dass Contini in diesem Metier noch unerfahren und jung sei. Trotzdem soll seine Meinung gefragt sein.
Als es darum ging, die Position zu besetzen, achteten die Verantwortlichen auf viele Dinge. Einerseits musste die Person belastbar sein, eine Affinität zur Region und zum Verein haben. Aber sie musste auch Gewähr dafür bieten, dass sie «dem Trainer nicht gefährlich werden kann». Contini habe die meisten Punkte des erstellten Anforderungsprofils erfüllt, sagt Weiler. «Er ist absolut loyal.»
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