Die notwendige Steigerung trat deutlich ein und ich konnte eine bessere Mannschafts-Leistung ausmachen. Mit Milorad Petkovic und Hakan Selvi kehrten zwei solche Stützen in die Mannschaft zurück und enttäuschten in der Oberwinterthurer Defensive nicht. Oberwinterthur liess über eine gute Stunde den Ball laufen und setzte den Gegner unter Druck. Der Lohn dafür liess sich sehen: Nach der blamablen 1:6-Niederlage war es nun am FC Oberwinterthur, viele Tore zu erzielen. Die Chancen dazu wären noch viel zahlreicher vorhanden gewesen, als sie im Endeffekt genutzt wurden: "Wir haben vier bis fünf hundertprozentige Möglichkeiten noch liegen lassen. Wegen des misslichen Torverhältnisses aus dem ersten Spiel wäre ich froh gewesen, wir hätten diese Tore gemacht", meinte Willy Scheepers. Daniel Zefiq verwertete nach 21 Minuten zum 1:0 und in einer starken Druckphase erhöhte Kasami kurz vor der Pause auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel traf Manauri Medina, bevor dann die Schaffhauser in der 59. Minute den Ehrentreffer landeten. "Der Gegner dürfte eigentlich zu keinem Tor kommen", ärgerte sich Willy Scheepers, fuhr aber gelassener fort: "Wir sahen, dass ein riesiges Potential im Team steckt." Dies führte er auf den, seit der Rückkehr einiger Spieler, aufkommenden Konkurrenzkampf zurück: "Die Jungen machen den älteren nun Dampf. Auch die Kritiker haben nun festgestellt, dass wir auf jeder Position sehr gut besetzt sind. Für mich ist es aber nicht einfach, eine Truppe von Talenten zu einer Einheit zusammen zu bringen." Diese Talentschmiede von Scheepers setzte in der Person von Admir Radoncic mit dem 4:1 in der 73. Minute den Schlusspunkt der Partie. "Nun haben wir zwei Wochen Zeit, am Direktspiel zu feilen, die Mannschaft aufzubauen, dann müssen wir uns definitiv vor niemandem mehr verstecken", so Scheepers zum Schluss.
Oberwinterthur: Appella; Buro, Petkovic, Selvi; Bogdanovic (64. Stamenic), Radoncic; Kasami (81. Sorice), René Scherrer, Medina, Camyurdu; Zefiq.
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