Willy Scheepers fehlte die Begeisterung seiner Spieler: "Ich vermisste den Biss in meinem Team. Was uns momentan ebenfalls fehlt, sind die Charaktertypen, die Verantwortung übernehmen." Dies zeichnete sich auch im Spiel ab, die Oberwinterthurer tauchten kaum einmal gefährlich vor Bruno Meili auf. Fünf Minuten vor der Pause verwertete Töss eine ihrer Chancen: Serkan Mutlu bezwang Torhüter Appella auf Vorlage von Mazrekaj. Noch vor dem Pausenpfiff setzte Mazrekaj einen Kopfball nur an den Pfosten. Die zweite Halbzeit begann, wie sie aufgehört hatte: Töss verbuchte wiederum einen Treffer an die Torumrandung. Abrama D'Aversas Mannschaft baute in der Folge aber etwas ab und so gestaltete sich die Partie ausgeglichener. Gabriel Zefiq hätte auf Seiten der Oberwinterthurer nach einer guten Stunde den Ausgleich erzielen können, doch er spielte den Ball alleine vor Meili dem Torhüter direkt in die Arme. Negativer Höhepunkt der Partie war der äusserst fragwürdige Platzverweis von Oberwinterthurs Milan Bogdanovic, der in der 83. Minute nach einer Tätlichkeit, wohlgemerkt eines Tössemers, der dafür jedoch lediglich mit Gelb verwarnt wurde, die zweite gelbe Karte bekam. Die grösste Möglichkeit verdankte dann Oberwinterthur Bruno Meili, der in der Schlussminute bei einem Freistoss Oberwinterthurs eine Unsicherheit zeigte. So blieb es bis zum Ende beim schlussendlich verdienten 0:1. *Wir waren vor allem kämpferisch immer präsent", freute sich D'Aversa, "Im Vergleich zum Spiel gegen Centro Gallego war dies sicherlich wieder ein Schritt vorwärts." Anders sieht die Situation nun in Oberwinterthur aus: "Nun sind wir unter Druck, wenn wir den Anschluss nicht verlieren wollen", so Scheepers.
Oberwinterthur: Appella; Sorice, Radoncic, Buro; René Scherrer (68. Maliqi), Selvi, Bogdanovic, Stamenic (46. Daniel Scherrer), Camyurdu; Zefiq, Medina
Töss: Meili; Todesco, Vukas, Dalla Nora, Murina; Elmazi (61. Raphael Münger), Malis, Kastrati, Latifi; Mazrekaj (88. Bilalji), Mutlu.
|