Nach nicht einmal zwei Minuten führte Willy Scheepers Mannschaft in Beringen mit 1:0. Admir Radoncic verwertete nach einem Eckball zum Führungstreffer. Im Vergleich zu vorangegangenen Partien trat Oberwinterthur kämpferischer und entschlossener auf. Nach einer halben Stunde verzeichneten Camyurdu und Scherrer eine riesige Möglichkeit, die sie jedoch nicht verwerteten. Die Szene nach der vertanen Chance war noch nicht abgeschlossen, als ein Beringer Hakan Selvi im Strafraum von den Beinen holte. Milorad Petkovic schoss den zugesprochenen Elfmeter zur verdienten 2:0-Führung ein. Keine fünf Minuten später trat der Schiedsrichter zum ersten Mal ins Zentrum der Aufmerksamkeit, als er nach einem harmlosen Luftkampf im Oberwinterthurer Strafraum ebenfalls auf den Penaltypunkt zeigte. Der Beringer zeigte sich jedoch grosszügig und drosch den Ball übers Tor. Nach dem Seitenwechsel gewährte der Unparteiische den Beringern erneut eine Möglichkeit zum Elfmeter anzutreten. Dieses Mal nahmen sie die Einladung an und verwerteten zum Anschlusstreffer. Nach einer Stunde verlor Oberwinterthur einen seiner Schlüsselspieler, als Hakan Selvi seine zweite Gelbe Karte sah; nach 75 Minuten glich der Schiedsrichter die numerische Spielersituation aber aus, als ein Beringer ebenfalls vom Platz geschickt wurde. Oberwinterthur trat in der zweiten Hälfte nicht mehr so entschlossen auf, wie noch zuvor, doch liessen sie kaum eine gefährliche Szene der Gäste zu. Sie schienen das Spiel im Griff zu haben und den, zwar knappen Vorsprung, verwalten zu können. Als der Schiedsrichter nach 94 gespielten Minuten das Spiel immer noch laufen liess, wurden Erinnerungen an die Partie in Bassersdorf wach, als man in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste. Was keiner für möglich gehalten hat, geschah tatsächlich nochmals: Petkovic stand zu weit weg von seinem Gegenspieler, der in extremis in der 95. Minute noch zum glücklichen 2:2 einköpfelte. "Das kann gar nicht sein, dass wir es schon wieder nicht fertig bringen, das Resultat über die Runden zu bringen. Diese Punkte fehlen uns nun, um vorne mitzuspielen", ärgerte sich Scheepers nach dem Spiel.
Oberwinterthur: Kappeler; Stamenic, Petkovic, Daniel Scherrer, Sorice; Buro, Radoncic, Selvi, René Scherrer (62. Sigillo); Maliqi, Camyurdu.
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