"Der Dienstagabend führte uns definitiv in die hinteren Tabellenregionen", so Veltheim-Trainer Markus Nyfeler. Das Spiel hatte kaum begonnen, als Milan Bogdanovic den Führungstreffer für Oberwinterthur erzielte. "Ich habe die Mannschaft vor Spielbeginn provoziert und sie zeigten prompt eine gute Reaktion", sagte Willy Scheepers zum Blitzstart Oberwinterthurs. Sein Team zeigte auch in der Folge Kampfgeist und erarbeitete sich immer wieder gute Möglichkeiten. Veltheim trat im Vergleich dazu verunsichert auf: "Das ganze Team schien blockiert. Uns fehlt die ordnende Hand im Spiel", beurteilte Nyfeler den Auftritt seines stark dezimierten Teams. Die erste Halbzeit entschied Oberwinterthur sowohl resultat- als auch chancenmässig für sich. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Gelb-Blauen gleich wieder den Vorwärtsgang ein. Schiedsrichterin Agnes Surber pfiff zwar einen Vorteil der Oberwinterthurer ab; der daraus resultierende Freistoss war in der 47. Minute der Vorbote des 2:0: Simone Sorice verwertete den Abpraller aus dem Strafstoss mit einem gefährlichen Aufsetzer direkt vor Karim Tollardo. Veltheim vermochte auch in der zweiten Hälfte nicht auf den Rückstand zu reagieren. Oberwinterthur war mit mehreren Grosschancen und einem Pfostenschuss näher am 3:0, als Veltheim dem Anschlusstreffer. Marco Alfirev vergab die deutlichste Möglichkeit alleine vor Oberwinterthurs Torwart Appella in der 70. Minute. "Ich bin froh, dass die Mannschaft ein Zeichen gesetzt hat und offensichtlich weiterhin hinter mir steht", beurteilte Scheepers die Leistung seiner Mannschaft, "dass einige Stockfehler passieren ist bei einem solch jungen Team normal. Gefreut hat mich vor allem die erste Halbzeit, in der wir aus dem Mittelfeld heraus deutlich besser gespielt haben. Ein Kompliment muss ich erneut Hakan Selvi aussprechen, der wieder einer der besten auf dem Platz war." Mit nun elf Punkten fand Oberwinterthur den Anschluss an die Verfolger von Leader Töss. Veltheim scheint momentan aber nicht vom Fleck zu kommen; mit Seuzach wartet am kommenden Samstag zudem kein einfacher Gegner auf die Nyfeler-Elf.
Oberwinterthur: Appella; Sorice, Petkovic, Daniel Scherrer; Maliqi, Selvi, Stamenic, Bogdanovic (80. Daniel Zefiq), Buro; Gabriel Zefiq, Camyurdu.
Veltheim: Tollardo; Dobler, Gemperli, Gumpoltsberger, Fürer; Schalcher, Feijoo, Bartucca, Acar (71. Spänni); Marincolo (39. Dzodan), Brogle (67. Alfirev).
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