Auf der Hegmatten trafen am Sonntag mit Oberwinterthur und Seuzach zwei Mannschaften aufeinander, deren Saison bis anhin sehr unterschiedlich verlief: Währenddem Willy Scheepers Team nicht vom Glück verfolgt wurde und bereits mehr als einmal unnötig Punkte abgab, so trat Adi Venicas Mannschaft in letzter Zeit mehrheitlich souverän auf. Dies widerspiegelte sich auch in der Tabelle vor der Partie, wo Seuzach Tuchfühlung mit der Spitze hielt und die Winterthurer sich eher im hinteren Mittelfeld abmühten. (Autor: Marisa Bärlocher)> |
Von der Seuzacher Souveränität oder allfälliger Oberwinterthurer Unsicherheiten waren aber im direkten Aufeinandertreffen wenig zu spüren. Die Partie gestaltete sich ausgeglichen, wobei die Scheepers-Elf gar etwas energischer und entschlossener agierte. "Endlich zeigte die Mannschaft den kämpferischen Einsatz, den ich schon seit geraumer Zeit vermisse";, meinte Willy Scheepers nach dem Spiel. Seuzach bekundete Mühe mit der robusten Spielart der Winterthurer, zwingende Chancen waren aber auf beiden Seiten eher Mangelware. Nach dem Seitenwechsel verzeichnete Seuzach durch Christian Widmer einen spektakulären Lattentreffer, doch die Partie hatte sich längst zu einer typischen 0:0-Begegnung entwickelt. In der 60. Minute eröffnete sich den Gästen unerwartet die Möglichkeit, das Blatt zu wenden: Oberwinterthurs Spielmacher Hakan Selvi wurde zum wiederholten Male in dieser Saison mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt. In der Folge erhöhte Seuzach den Druck und war vermehrt im Ballbesitz. "Wir agierten aber zu überhastet und kopflos", beurteilte Adi Venica, "aus der Überzahlsituation machten klar zu wenig und waren im gegnerischen Strafraum nicht genug präsent." Seuzach, das einige Absenzen zu vermelden hatte, fehlte die Ordnung und die nötige Geduld, um den Sieg bringenden Treffer zu erzielen. Oberwinterthur hingegen zeigte weiterhin eine gute Leistung; die Verteidigung, welche Scheepers mit den Routiniers Russo und Specker verstärkte, hielt bis am Ende dagegen. Wirklich zwingend erschien Seuzach bis am Schluss auch in Überzahl nie vor Oberwinterthurs Torwart. So musste Adi Venica am Ende das Verpassen der Tabellenführung hinnehmen und eingestehen: "Das Unentschieden in dieser Partie ist wohl ein gerechtes Resultat."
Oberwinterthur: Appella; Sorice, Russo, Specker, Daniel Scherrer; Maliqi (72. Camyurdu), Selvi, Bogdanovic, Buro; Petkovic (83. René Scherrer), Gabriel Zefiq (83. Daniel Zefiq).
Seuzach: Leutwyler; Knab, Reto Stahel, Müller, Vollenweider; Humbel, Avanzini, Fabian Stahel (79. Lauber), Gmünder (72. Fischer); Venica, Widmer.
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