Der sonst in der Rückrunde überragende Torhüter Jänicke brachte dem Spiel jedoch die Wende: Er liess einen Flankenball aus den Händen gleiten, worauf Philipp Fischer vom Fehler profitierte und für Seuzach mühelos zum eher überraschenden 1:0 einschieben konnte. Gleich im Anschluss hätte das Heimteam gar auf 2:0 erhöhen können, doch Rafael Specker verhinderte in extremis den Doppelschlag. Das 2:0 fiel aber doch noch; Sandro Avanzini hämmerte den Ball ins Netz des bedauernswerten Jänickes. Dieses zweite Seuzacher Tor in der 56. Minute läutete eine mehrheitlich ausgeglichene zweite Hälfte ein: Auf beiden Seiten erarbeiteten sich die Teams Möglichkeiten. Sandro Avanzini vergab eine solche nach 79 Minuten, als er plötzlich alleine vor Stefan Jänicke stand, aber am Torhüter scheiterte. Ein weiteres Tor fiel gleich anschliessend in der 81. Minute. Jean-Luc Defièbre nahm einen Eckball direkt ab und zirkelte den Ball gekonnt ins gegnerische Tor. Dabei blieb es bis zum Schluss. ?Wir verpassten es ganz klar in der ersten Halbzeit, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Das Team machte die Chancen nicht, kassierte aber im dümmsten wieder ein Tor?, befand der temporäre Chefcoach Bruno Hugentobler. In Seuzach freute man sich über die gewonnenen drei Punkte: ?Auch wenn es eigentlich um nichts mehr ging, war uns der Sieg heute wichtig: Es war nämlich gleichzeitig die Abschiedspartie von unserem langjährigen Spieler Roman Hangarter, der seine aktive Fussballkarriere mit dem heutigen Spiel beendete?, verkündete Adi Venica nach dem Spiel.
Seuzach: Masson; Gmünder (17. Lauber), Reto Stahel, Hangarter, Stucki; Humbel, Müllhaupt, Avanzini, Widmer; Venica, Fischer.
Oberwinterthur: Jänicke; Daniel Scherrer, Russo, Specker; Maliqi, Buro, Gerstenmaier, Defièbre, Petkovic; Medina (42. Bucci), Sigillo (75. Gabion).
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