«Wir führten 3:0 und machten uns dann das Leben wieder selbst schwer», meinte der Russiker Andreas Beck zum Spielverlauf. Für den Aufsteiger begann der Überlebenskampf auf der Hegmatten wunschgemäss: Nach zwölf Minuten entschied der Unparteiische auf Elfmeter für Russikon. «Mit Garantie kein Penalty», fand Fregno. Thomas Lüscher verwertete im zweiten Anlauf gegen Torhüter Adrian Schifferle (12. Minute). Vor der Pause fing Nafi Dauti einen Platzverweis ein: Der Oberwinterthurer, zuvor bereits verwarnt, hatte sich ein Ballwegschlagen geleistet (40.). «Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit komplett im Griff», fand Beck. Für Russikon kam es nach dem Seitenwechsel noch besser. Lüscher erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn mit seinem zweiten Treffer und Philip Fenner steuerte nach 65 Minuten das 3:0 bei. «Wir hätten eigentlich schon nach dem 2:0 Sicherheit und Ruhe erhalten sollen», fand Beck. Nach dem dritten Treffer glaubten die Gäste, es könne nichts mehr passieren und der Ligaerhalt sei bereits geschafft. Damit hatten die Russiker aber die Rechnung ohne den Gastgeber gemacht. Zur grossen Freude von Fregno «zeigte meine Mannschaft Moral und Charakter». Jean-Luc Defièbre erzielte in der 66. Minute das 1:3. Mit einem Mann weniger spielend, gelang Oberi durch Daniel Sutilovic kurz darauf gar der Anschlusstreffer. Das brachte Russikon wieder ins Zittern. Beck gestand, dass «Oberwinterthur trotz Unterzahl in der zweiten Halbzeit wesentlich besser als wir war». Das wusste auch Fregno zu bestätigen. «Wir hätten mindesten einen Punkt mehr als verdient.» Wie in diesem Match «haben wir in dieser Meisterschaft verschiedentlich auf teils dumme Art und Weise Punkte abgegeben», stellte Fregno fest. Er habe die Saison eigentlich mit einem positiven Resultat auf dem 3. Rang beenden wollen. Daraus wurde nichts. Oberwinterthur: Schifferle; Zimmermann, Sutilovic, Daniel Scherrer, René Scherrer (80. Zefiq), Dauti, Rollo, Defièbre, Acar (46. Radoncic); Ciullo (60. Petkovic), Medina. Russikon: Aeschlimann; Kägi, Setteducati, Fenner, Holzer, Saner (76. Edi Oroschi), Rietmann (85. Palma), Schweizer, Lüscher, Tahiri (46. Yetisti), Weber.
|