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Spielbericht 1.Mannschaft FC Wiesendangen

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Oberwinterthurer Pflicht erfüllt

Es war ja nicht so, dass es ein ganz normales Spiel für den FC Oberwinterthur gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Ein Sieg, ein Punktverlust von Verfolger Höngg, und der Klub hätte eine hervorragende Saison definitiv mit dem Aufstieg krönen können. «Wir sind auch nur Menschen und haben genauso Nerven, genau wie alle anderen auch», meinte Spielertrainer Gabor Gerstenmaier. Es schien fast so, als wollte er sich für das schwache Spiel in der Anfangsphase entschuldigen. Gut eine halbe Stunde dauerte es, bis die Partie eine entscheidende Wende zu Gunsten des Heimteams nahm. Wiesendangens Verteidiger Lukas Dialer, der nur wenige Minuten zuvor
einen Kopfball an die Latte gesetzt hatte, glitt ungünstig in einen Flankenball von Petkovic und schob den Ball ins eigene Tor. Der Fahrplan des Leaders stimmte nun. In der zweiten Halbzeit beschränkte sich Oberwinterthur aufs Nötigste. Das Spiel glich zu grossen Teilen den vor Ort herrschenden Wetterbedingungen: meist trüb mit vereinzelten Aufhellungen. Eine solche Aufhellung war das 2:0 durch Giuseppe Aloe, der nach einer guten Stunde sein Team einen Schritt näher ans interregionale Geschäft brachte. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Dialer, der sich in der Nachspielzeit schwer am Knie verletzte und ins Spital gebracht wurde. «Es sah gar nicht gut aus», sagte Spielertrainer Markus Nyfeler.
Der Oberwinterthurer Jubel war trotz des Sieges verhalten. «Wir sind noch nicht aufgestiegen», erklärte Gerstenmaier nüchtern. «Höngg hat gegen Embrach sieben Tore geschossen, warum soll das im letzten Spiel gegen Croatia nicht auch der Fall sein? Wir feiern erst, wenn wir nächstes Wochenende mindestens einen Punkt gegen Veltheim gewonnen haben.» Auch Wiesendangen, das für kommende Saison auf der Suche nach Verstärkungsspielern ist, sollte am Wochenende – gegen Wülflingen – punkten, sonst könnte es nochmals eng werden. «Wir werden alles geben», versprach Nyfeler. «Der Ausfall von Lukas Dialer schadet uns sicherlich, doch Wiesendangen wird auch nächste Saison in der 2. Liga spielen.» Er selbst wird dann den SC Veltheim trainieren.
Oberwinterthur: Zürcher, Russo, von Arx, Mendes, Gerstenmaier, Petkovic, Aloe (89. Scherrer), Bartholdi, Vogt (59. Sego), Feijoo, Mamula (67. Bedzeti).
Wiesendangen: Peter, Lüscher, Dialer, Theiler, Illa, Mäder, Moser, Lanz, Helmlinger (72. Brogle), Nyfeler (78. Scheidegger), Perovic (58. Pacheco).

Autor: Roger Auer