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Den ersten Dreier

Dank einem 1:0-Sieg gegen Leader Niederweningen hat Oberwinterthur in der 2. Liga die rote Laterne abgegeben.

Im sechsten Anlauf schaffte Oberwinterthur den ersten Saisonsieg. Der 1:0-Heimerfolg über den bislang überraschenden Neuling Niederweningen glückte der Mannschaft von Roberto Fregno allerdings zu einem sehr späten Zeitpunkt. Auf Vorarbeit des in der 88. Minute eingewechselten Vaccaro reüssierte Daniel Sutilovic auf einen Abpraller von Niederweningens Torhüter Ramon Kübler.
«Meine Mannschaft hat auf die 1:2-Niederlage bei Regensdorf ausgezeichnet reagiert», freute sich Fregno. Tabellenführer Niederweningen hatte am Donnerstag im Heimspiel gegen Zürich-Affoltern mit 2:3 die erste Saisonniederlage seit dem Aufstieg in die zweite Liga kassiert. Jetzt scheint das Selbstvertrauen des Teams von Trainer Peter Kloter etwas angeknackst, denn der Neuling vermochte nach dem Seitenwechsel den Rhythmus der Platzherren nicht mehr ganz zu halten. Oberwinterthur, trat im zweiten Durchgang resolut zur Sache. «Die Leistung meiner Mannschaft zeigt, dass wir eigentlich in dieser Gruppe jeden Gegner schlagen können», stellte Roberto Fregno fest.
Oberwinterthur: Adnan Radoncic; Zimmermann, Rollo, Shahinaj, Daniel Scherrer, René Scherrer (88. Vaccaro), Sutilolvic, Saykouk, Adis Radonic (60. Ciullo), Petronijevic (70. Petkovic), Shala.

Das meint Niederweningen
"Das Spiel hätte auch auf die andere Seite kippen können." Dieses Zitat von Peter Kloter zeugte von der unglücklichen Niederlage am Donnerstagabend der 1. Mannschaft des FC Niederweningen gegen Zürich-Affoltern. Wiedergutmachung war also wieder angesagt. Zudem gab die Tabelle ein beruhigendes Bild von sich. Mit dem FC Oberwinterthur wartete der Tabellenletze, der erst ein Tor erzielt hat. An der Motivation musste also nicht mehr gearbeitet werden - hätte man meinen können.
Trainer Peter Kloter stellte das Team überraschend auf einer Position um. Es spielte erstmals Raffael Muntwyler auf der linken Aussenbahn, an Stelle von Roger Grosswiler. Ansonsten schenkte der Trainer den gleichen elf Spielern das Vetrauen, wie am Donnerstag.
Das Spiel begann harzig. Beide Teams tasteten sich erst einmal ab. Marco Eschler setzte sich jedoch in der 3. Spielminute dynamisch auf der rechten Aussenbahn durch und kam zum Abschluss. Der Ball flog jedoch am weiten Pfosten vorbei. Ein wirklicher Spielfluss wollte dennoch nicht entstehen.
Die erste Viertelstunde zeigte keinen Unterschied zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenletzten. Viele Fouls prägten die Anfangsphase, Niederweningen, meist in der Opferrolle, bekundete mit der rauhen Gangart Mühe.
In der 30. Spielminute traten die Oberwinterthurer eine Ecke von rechts. Der gegnerische Stürmer kam zum Abschluss, verfehlte das Ziel jedoch ebenso, wie zwei Minuten später ein weiterer Oberwinterthurer Spieler.
Der Schiedsrichter vereitelte mit seinem Abseitspfiff nochmals eine Oberwinterthurer Chance, sehr zum Ärger der gegnerischen Spieler und deren Ersatzbank. Doch auch auf der Ersatzbank der Wehntaler war es nun mit der Ruhe vorbei. Jedoch hatten sie nun klar die Oberhand.
Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Oberwinterthurer nochmals zu einer Grosschance, als ihr Stürmer völlig frei vor Kübler zum Kopfball kam. Der Ball flog jedoch genau in die Hände des Keepers.
Da kam der Pausenpfiff gerade richtig. Das Spiel konnte also nur besser werden. Trainer Kloter wechselte zur Pause Roger Grosswiler für André Heggli ein.
Das Spiel wurde jedoch nicht besser. Die stark aufspielenden Oberwinterthurer kamen zu weiteren Chancen. Sie standen in der Defensive gut, machten wenige Fehler und spielten teilweise gut über die Flügel nach vorne.
Eigentlich das Spiel von Niederweningen, doch bei den Wehntalern lief so gut wie nichts über die Aussenbahnen, auch die Defensive zeigte ungewohnte Schwächen. Die vielgelobte Offensive war bis dahin noch nicht in Erscheinung getreten.
Nachdem Jan Theiler für Stefan Sander eingewechselt wurde, kehrte für einen Augenblick Ruhe ein. Jedoch stürmten danach die Oberwinterthurer wieder auf das Tor der Niederweninger.
Einzig Remo Riedener hätte dem Spiel eine andere Wendung geben können, als er alleine auf den Torhüter zulief. Jedoch blieb unser Stürmer dieses Mal nur zweiter Sieger. Die Partie endete für die Niederweninger torlos. Es blieb also nur noch die Frage zu klären, ob die Wehntaler noch einen glücklichen Punkt mit nach Hause nehmen können oder nicht.
Die Frage wurde in der 89. Spielminute mit dem 1:0 Siegtreffer der Oberwinterthurer beantwortet.
Der FC Niederweningen verlor schlussendlich verdient mit 1:0.

Nächstes Spiel:

So 05.10.2008
15:00
FC Wetzikon 1 - FC Oberwinterthur 1




Autor: Ueli Flach