Pünktlich um 09:15 Uhr fuhr die Gesellschaft mit dem Reisebus der Firma Bösch los Richtung Innerschweiz. Dunkle, tiefhängende Wolken begleitet von gelegentlich heftigen Regenfällen konnten die gute Stimmung nicht trüben und man glaubte auch den Versprechungen unseres Organisators, Hausi Hutter, dass wir im Verlaufe des Nachmittags noch ein paar Sonnenstrahlen sehen würden. Die Fahrt führte uns durch die Stadt Zürich (Route bisher dem Schreibenden unbekannt), das Sihltal hinauf Richtung Zugersee und über Küssnacht am Rigi bis nach Gersau, wo wir aufs Schiff umstiegen und tatsächlich, begleitet von böigen Winden, bereits die ersten Sonnenstrahlen geniessen durften. Nach einer guten Stunde, während der bereits die ersten Apéros genehmigt wurden, erreichten wir die Anlegestelle in Flüelen. Von dort ging es zu Fuss zur Infostelle Seeschüttung, wo wir bereits von Herrn Cornelius Koth erwartet wurden. Dem äusserst interessanten Vortrag über das einzigartige Projekt der Wiederinstandstellung des Reussdeltas folgte ein Imbiss, welcher witterungsbedingt nicht wie geplant auf dem Nauen, sondern in einer Werkstatthalle der Firma Arnold eingenommen wurde. Zum Abschluss sollten wir doch noch die Gelegenheit erhalten, eine Nauenfahrt zu unternehmen, aber oha; der Motor des Schiffes wollte nicht anspringen, da sich offensichtlich während der Nacht die Batterie entladen hatte.
So fuhren wir halt direkt mit dem Car nach Altdorf, bezogen unsere Hotezlimmer und konnten den Nachmittag teilweise individuell im schönen Tellenstädtchen, beim Bocciaspielen auf der Dätwyler-Sportanlage, an der Hotelbar oder bei einem geführten Rundgang durch das Zentrum des histori-schen Kantonshauptortes verbringen.
Zum Abschluss des ersten Reisetages fanden wir uns dann im Restaurant der Sportanlage Daet-wyler ein. Nach dem Apéro und einem feinen Nachtessen, wurde noch ausgiebig diskutiert, ge-sungen und getanzt! Viel zu schnell verstrich der Abend und unbestätigten Berichten zufolge, ver-liessen die letzten Supporter das DAG-Lokal kurz nach 02:00 Uhr.
Pünktlich um 08:30 Uhr trafen wieder alle beim Car ein. Die Fahrt führte uns hinauf nach Ander-matt und von dort via Hospental nach Realp. Allerdings schien der Chauffeur von der imposanten Bergkulisse und dem herrlichen, sonnigen Wetter derart geblendet, dass er die Abzweigung ver-fehlte und kurzerhand die Passstrasse zum Gotthard wählte. Nach einigen Kilometern und einem atemberaubenden Wendemanöver, bei dem es den Fahrgästen in den vordersten Reihen ziemlich mulmig wurde, trafen wir noch rechtzeitig in Realp ein. Dort ging es dann nach einer kurzen Kaf-feepause zum Bahnhof der Dampfbahn und wir nahmen Platz in den nostalgischen Waggons. Für den Car-Chauffeur allerdings begann eine Zeit der Unsicherheit und des Wartens, sollte er doch über die Furka nach Gletsch fahren und uns dort wieder in Empfang nehmen. Nur, die Passstrasse war aufgrund des über Nacht gefallenen Neuschnees gesperrt und auch allfällige Ausweichrouten via Susten-Grimsel kamen nicht in Frage: Ebenfalls gesperrt. So blieb ihm denn nichts anderes übrig als abzuwarten, denn es schien offensichtlich nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Strecke geräumt und wieder freigegeben werden konnte. Den Reiseteilnehmern allerdings war das so ziemlich egal. Man erfreute sich des prächtigen Winterwetters und die Stimmung erreichte schon bald wieder Höchstwerte, wurden wir doch auch während der Fahrt durch das Bahnpersonal mit Tranksame versorgt. Nach dem ersten Zwischenhalt sahen wir dann auch unseren Bus die Pass-strasse hochfahren und so konnte auch Hausi endlich den Tag in vollen Zügen geniessen.
Strahlender Sonnenschein und die grossartigen Eindrücke dieser Dampfbahn-Fahrt entschädigten uns für das trübe Vortageswetter um ein Mehrfaches.
Nach der Ankunft in Gletsch bezogen wir wieder unsere Plätze im Car und los ging?s auf die nächste Etappe, die uns über den Grimselpass ins Haslital führte, wo uns im Restaurant Handegg ein Mittagessen erwartete. Wie viel Schnee über Nacht in höheren Lagen wirklich gefallen war, sahen wir erst bei der Fahrt über die Grimsel, doch war es für unseren Reisebus überhaupt kein Problem, sicher ins Berner Oberland zu gelangen. Nach einem ausgiebigen Apéro und einem währschaften Mittagessen ging es schon bald wieder weiter via Innertkirchen zum Eingang Ost der Aareschlucht. Die meisten TeilnehmerInnen beschlossen, den rund 30-minütigen Marsch durch das beeindruckende Naturwunder ?Aareschlucht? über Holzstege und durch Felstunnels zum Ein-gang West unter die Füsse zu nehmen. Aus zeitlichen Gründen konnten wir leider keine weiteren der zahlreich vorhandenen Attraktivitäten der ?Grimselwelt? erleben, bietet doch diese Region eine Fülle an Freizeitaktivitäten. Über Meiringen und den Brünig fuhren wir anschliessend zu unserem nächsten Halt ins Restaurant Landhaus in Giswil, von wo man einen wunderschönen Ausblick auf den Sarnersee geniessen konnte. Nach diesem, letzten Zwischenhalt ging?s dann weiter zu unse-rem Ausgangspunkt Winterthur zurück.
Ein erlebnisreiches Supporter-Wochenende neigte sich dem Ende zu, wie immer perfekt organi-siert von Hausi Hutter, dem an dieser Stelle unser aller herzlichstes Dankeschön gilt. Ein Dank gebührt aber auch unserem Vollblutchauffeur Andy, dessen Fahrerherz fast hörbar höher schlug als er den 54-Plätzer durch die engen Kurven des Grimselpasses dirigierte, und der uns sicher durch diesen wunderschönen Teil der Schweiz nach Hause brachte.
Fotos dieser einmaligen Reise können im Internet unter dem nachfolgenden Link heruntergeladen werden.
Ein begeisterter Reiseteilnehmer
Hier Fotos der Reise.
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