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Oberwinterthur mit «zwei Gesichtern»

Der FC Oberwinterthur punktet im Heimspiel gegen Russikon bleibt aber im Abstiegsbereich der 2. Liga.

Auf der Suche nach ihrer Form trafen sich auf der Hegmatten zwei Teams, deren Rückrundenstart nicht ganz wunschgemäss verlaufen war. Im Heimspiel gegen Russikon, das zuvor zweimal verloren hatte, konnte der FC Oberwinterthur den Derbysieg gegen Seuzach nicht bestätigen und spielte 1:1. «Wir lieferten zwei grundverschiedene Halbzeiten ab», sagte Oberis Trainer Dietmar Kohli. «Zuerst standen meine Leute viel zu weit vom Gegner entfernt.» Auch das Zweikampfverhalten überzeugte ihn nicht. Russikon ging in der 11. Minute in Führung, als Behir Shabani einen an Adriano Toma verschuldeten Foulpenalty verwertete. Zudem ärgerte sich der Platzklub, weil in der 14. Minute ein Treffer wegen angeblicher Offsidestellung von Ersan Zandelli annulliert wurde. Russikons Trainer Andreas Beck war davon überzeugt, dass «wir im ersten Abschnitt klar spielbestimmend waren und höher hätten führen müssen».
Kohli verstärkte für die zweite Halbzeit die Offensive und Oberwinterthur zeigte auf die höchst verhaltene erste Hälfte einen starken Auftritt. Avni Shajinaj erzielte in der 75. Minute den verdienten Ausgleich. Oberwinterthur aber wollte den Sieg um jeden Preis und hatte drei klare Chancen. Beck lobte am Schluss Keeper Mauro Gantenbein für dessen Paraden. Auch Kohli vertrat die Ansicht, «eine Mannschaft mit zwei grundverschiedenen Gesichtern gesehen zu haben». Russikon wollte nach zwei Meisterschaftspleiten «unbedingt gewinnen, oder zumindest nicht wieder verlieren», wie Beck bestätigte. So gesehen, sei die Rechnung der Gäste aufgegangen. «Und gesamthaft geht das Unentschieden für beide in Ordnung.»
Oberwinterthur: Adnan Radoncic; Roberto (55. Rakic), Shahinaj, Vogt, Sacipi, Ismaili, Rollo; Zimmermann, Petronijevic, Zandelli (58. Vaccaro), Baljak (55. Salti).
Russikon: Gantenbein; Lenzinger (81. Aydin), Fenner (70. Derman), Setteducati, Lüscher, Holzer, Shabani, Toma (88. Villareale), Akermann, Tahiri.

Autor: Ueli Flach