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Sehr glückliches 1:1

Sasa Rakic

Im Abstiegskampf der 2. Liga ist Oberwinterthur beim 1:1 in Wiesendangen mit einem blauen Auge davongekommen. Der Ausgleich fiel erst in der 89. Minute.

Mit seiner einzigen klaren Torchance kam Oberwinterthur in Wiesendangen in der 89. Minute zum 1:1-Ausgleich. Sasa Rakic war nach einem Freistoss von der linken Seite mit dem Kopf zur Stelle.
Rakics später Ausgleich war für Wiesendangen natürlich ärgerlich. Denn das Spiel war zwar insgesamt ausgeglichen, aber Wiesendangen hatte die klar besseren Chancen. Christian Bretscher hätte sein Team in der ersten Halbzeit dreimal in Führung bringen können. Oberwinterthurs Goalie Sadri Sengör aber war stets zur Stelle, auch dann, als er von seinem eigenen Innenverteidiger Arno Häfeli beinahe mit einem Kopfball bezwungen worden wäre.
In den 20 Minuten nach der Pause hatte Wiesendangen erneut die Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Bretscher erzielte das 1:0 in der 53. Minute, als er schneller am Ball war als Sengör. Drei Minuten später aber hatte er mit einem Pfostenschuss Pech und eine Viertelstunde vor Schluss tauchte Daniele Luzza alleine vor Sengör auf, schoss aber daneben.

Der Knackpunkt
Zu diesem Zeitpunkt hatte Wiesendangen nur noch zehn Mann auf dem Platz, denn Fabian Christen hatte in der 70. Minute die zweite Gelbe Karte gesehen. «Dieser Platzverweis war sicher der Knackpunkt in unserem Spiel», sagte Wiesendangens Trainer Benno Meli. Denn sein Team liess sich danach weiter zurückfallen, als es nötig gewesen wäre, und suchte nach Luzzas Chance kaum noch die Kontergelegenheiten zum entscheidenden 2:0. Oberwinterthur bekam Oberwasser und stiess nun auch in den Strafraum vor, was vorher kaum einmal der Fall gewesen war. Dennoch war der Ausgleich die einzige klare Chance Oberwinterthurs im ganzen Spiel.
Das war auch die wichtigste Kritik von Oberwinterthurs Trainer Dietmar Kohli: «Wir spielen bis 20 Meter vor dem Tor gefällig, doch dann kommt der entscheidende Pass nicht, obwohl wir das seit Wochen üben.» Nicht zum ersten Mal habe seine Mannschaft aber den Start verschlafen, «und dann geraten wir durch Fehler in der Vorwärtsbewegung in Rückstand». Da es dennoch zu einem Punkt gereicht hat, konnte er trotzdem lachen: «Damit können wir leben.»
Aus dem Schneider ist Oberwinterthur damit noch nicht, aber der Abstand nach hinten blieb nach einer Direktbegegnung mit einem Team unter dem Strich gleich. Das ist für Oberwinterthur ein Erfolg. Aber um sich von der Abstiegszone abzusetzen, muss Kohlis Team auch wieder mal gewinnen. Gegen Wiesendangen war es das dritte 1:1 in Folge.
Wiesendangen hat die Gelegenheit verpasst, mit dem dritten Sieg in Folge zu Oberwinterthur aufzuschliessen. «Wir hätten das 2:0 machen müssen», sagte Trainer Meli. «Nach dem Platzverweis haben wir die Stabilität und die Ruhe verloren. Wir schlugen die Bälle unkontrolliert nach vorne, statt in den eigenen Reihen zu halten. So gerieten wir unter Druck.» (uk)
Wiesendangen: Cédric Peter; Christen, Mäder, Ciril Peter, Ehrensperger; Bestler, Schoch, Beat Müller, Illa (46. Imhof); Bretscher (82. Friedli), Luzza (76. Fischer).
Oberwinterthur. Sengör; Roberto, Häfeli (65. Vaccaro), Petkovic, Scherrer; Zimmermann, Ismaili (55. Baljak), Rakic, Sacipi; Shahinaj, Rollo (60. Saiti).

Autor: Ueli Flach